Baggerbetrieb Jürgen Werner

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Erdwärmekollektoren

Wärme gratis

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Viel Sonne heißt viel Energie. Die bleibt im Boden gespeichert.  Und weil die Preise für Öl und Gas immer weiter steigen, wird die Sonne als Energielieferant wieder interessant. Wie wärs mit einer Wärmepumpe, Typ Sole/Wasser, fürs Einfamilienhaus? Die sammelt die Wärme aus dem Garten und bringt sie ins Haus. Gasheizung und Ölkessel sind überflüssig. Die Wärmepumpe heizt und bereitet warmes Wasser. Das funktioniert auch im Winter, wenn der Boden gefroren ist. Die Erdkollektoren im Garten liefern selbst dann noch genug Energie. Die ist von Natur aus kostenlos.

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Die Bilder zeigen eine Anlage in Amberg, mit Verteilerschacht


Mit Fußbodenheizung ideal

Die Betriebskosten sind niedriger als bei anderen Heizungen. Die Wärmepumpe braucht keinen Brennstoff mehr, nur Strom. Wenn die Voraussetzungen stimmen, liefert die Umwelt etwa 75 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser. Nur ein Viertel kommt durch den Einsatz von Strom hinzu. Stromkosten pro Jahr: etwa 600 bis 1 000 Euro. Voraussetzung: ein gut isoliertes Haus mit moderner Flächenheizung. Fußboden- oder Wandheizungen sind ideal. Ist die Vorlauftemperatur niedrig (um 35 Grad), arbeitet die Wärmepumpe besonders effektiv. Sie verbraucht wenig Strom und liefert viel Wärme. Wie funktioniert der Zauber?

Kältemittel bringt Wärme ins Haus

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank - mit umgekehrten Vorzeichen allerdings. Der Kühlschrank zieht Wärme aus dem Inneren des Kühlraums ab und setzt sie auf der Rückseite des Gerätes wieder frei. Die Wärmepumpe dagegen holt Wärme von draußen und gibt sie im Inneren des Hauses wieder ab. Der Kühlschrank kühlt, die Wärmepumpe wärmt. Beide Geräte arbeiten mit einem Kältemittel. Das transportiert Wärme. Bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck nimmt das Kältemittel Wärme auf, bei höherer Temperatur und höherem Druck gibt es die Wärme wieder ab. Dabei ändert das Kältemittel meist seinen Aggregatzustand. Bei höherer Temperatur und höherem Druck wird es flüssig, bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck ist das Kältemittel gasförmig.

Wärmepumpe hält Kreislauf in Gang

Die Wärmepumpe hält diesen Kreislauf in Gang. Drei Pumpsysteme arbeiten daran: Kältemittel-, Sole- und Heizungspumpe. Die Solepumpe pumpt Sole (eine Glykol-Lösung) durch im Erdreich verlegte Leitungen. Diese Erdkollektoren oder Erdsonden holen Erdwärme heran. Im Wärmetauscher der Wärmepumpe geht die Wärme auf das Kältemittel über. Das verdampft. Der Wärmetauscher wird deshalb auch Verdampfer genannt. Der Kompressor der Wärmepumpe presst das gasförmige Kältemittel zusammen. Er verdichtet es. Das verdichtete Kältemittel kondensiert in einem zweiten Wärmetauscher. Es wird flüssig und gibt Wärme ab. Der zweite Wärmetauscher wird deshalb auch Verflüssiger genannt. Die Wärme geht auf Warmwasserspeicher und Heizkreislauf über. Die Heizungspumpe treibt das warme Wasser durch das Heizungssystem. Das flüssige Kältemittel passiert derweil ein Entspannungsventil: Es verliert seinen Druck und kühlt ab. Im ersten Wärmetauscher verdampft das Kühlmittel erneut und der Kreislauf beginnt von vorn.

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